KI Ethikleitlinien

Wir nutzen KI verantwortungsvoll, reflektiert und klar
Person bei Videokonferenz am Laptop mit vier Teilnehmern

Unsere Ethiklinien

KI

Als systemische Organisationsberatung begleiten wir Unternehmen und Führungskräfte in Veränderungsprozessen. Die Einführung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) ist dabei eines der großen Zukunftsthemen. Wir verstehen KI nicht nur als technologische Innovation, sondern als gesellschaftliche Herausforderung, die reflektierte Haltungen und klare Orientierung erfordert.

Unsere ethischen Leitlinien machen deutlich, wie wir bei qoodos KI einsetzen und wie wir Organisationen bei einer verantwortungsvollen Transformation begleiten:

Der Mensch bleibt im Zentrum

Wir sehen Menschen nicht als Datenpunkte, sondern als aktiv Sinn konstruierende Subjekte. KI unterstützt unsere Arbeit, sie ersetzt nicht Dialog, Resonanz oder professionelle Beziehungsgestaltung.

Verantwortung und Transparenz

Entscheidungen über Beratungsprozesse oder Organisationen treffen wir niemals auf Basis automatisierter Ergebnisse. KI-gestützte Analysen und Vorschläge sind Hilfsmittel, die wir als solche offenlegen und deren Einordnung in unserer Verantwortung bleibt.

KI als Impulsgeber, nicht als Automatismus

Wir nutzen KI, um neue Perspektiven, Szenarien und Reflexionsanlässe zu entwickeln. Diese dienen als Anregung für den Dialog mit unseren Auftrageber:innen, nicht als Ersatz für gemeinsame Auseinandersetzung.

Bewusster Umgang mit Verzerrungen

KI-Systeme können bestehende Vorurteile und Ungleichheiten verstärken. Deshalb prüfen wir Ergebnisse kritisch und achten darauf, dass sie nicht unreflektiert in unsere Arbeit einfließen.

Balance von Effizienz und Tiefe

KI kann Arbeitsprozesse beschleunigen und entlasten. Gleichzeitig wahren wir die notwendige Tiefe von Reflexion und Beratung, auch dann, wenn dies bewusst Verlangsamung erfordert.

Partizipation und Werteorientierung

Der Einsatz von KI in Kundenprojekten erfolgt transparent und im Einklang mit den Werten der jeweiligen Organisation. Wir gestalten diese Prozesse gemeinsam mit unseren Auftrageber:innen.

Häufige Fragen

FAQ
  • Warum hat eine Unternehmensberatung eigene KI-Leitlinien?

    Weil KI nicht nur ein Werkzeug ist, sondern eine Haltungsfrage. Entstanden sind unsere Leitlinien nicht am Schreibtisch, sondern aus einem echten Experiment: Wir haben früh begonnen, Microsoft Copilot und ChatGPT in unsere eigene Arbeits- und Projektarbeit zu integrieren, zunächst ohne feste Regeln, aber mit der Absicht, gemeinsam auszuwerten, was das mit uns macht. Was als Erprobung digitaler Effizienz begann, wurde schnell zu einem Lernfeld über Haltung, Verantwortung und Ethik. Als systemische Beratung, die auf Beziehung, Dialog und Resonanz baut, konnten wir diese Fragen nicht technisch beantworten. Also haben wir sie organisational bearbeitet – im Team, kontrovers und ergebnisoffen.

  • Verwendet ihr KI in Kundenprojekten?

    Ja und immer transparent und im Einklang mit den Werten der jeweiligen Organisation. KI kann in unterschiedlichen Phasen eines Beratungsprozesses sinnvoll sein: bei der Vorbereitung von Workshops, der Strukturierung von Interviewergebnissen, der Verdichtung von Feedbacks oder der Entwicklung von Szenarien. Auch in Reflexionsprozessen selbst setzen wir KI punktuell ein, etwa um kollektive Gesprächsinhalte in Echtzeit zusammenzufassen und daraus Arbeitsfragen für Kleingruppen zu entwickeln, ohne die Tiefe des Dialogs zu verlieren. Was dabei immer gilt: Wir sprechen offen darüber, wo und wie KI im Prozess eingesetzt wird, fragen nach Einverständnis und bieten Alternativen. KI ersetzt nie den Dialog – sie kann ihn erweitern, wenn sie bewusst eingesetzt wird.

  • Wie geht ihr mit Datenschutz und Vertraulichkeit im Umgang mit KI um?

    Vertraulichkeit hat für uns höchste Priorität. Intern nutzen wir KI-gestützte Tools wie Microsoft Copilot und ChatGPT Enterprise, ausschließlich unterstützend, etwa zur Strukturierung oder Erstellung von Entwürfen. Eine automatisierte Entscheidungsfindung findet nicht statt. Wir achten auf Datenminimierung und setzen personenbezogene Daten nur ein, soweit es im jeweiligen Einzelfall wirklich erforderlich ist. Mit den eingesetzten Anbietern bestehen Auftragsverarbeitungsverträge gemäß DSGVO. In der Arbeit mit Kund:innen gilt: Sensible Inhalte aus Beratungsprozessen geben wir nicht unkontrolliert in KI-Systeme ein. Transparenz darüber, wo und wie KI zum Einsatz kommt, ist für uns selbstverständlich.

  • Könnt ihr Organisationen bei der Einführung von KI begleiten?

    Ja, mit einem klaren Fokus: Wir begleiten nicht die technische Implementierung, sondern die menschliche und kulturelle Seite. Denn die entscheidenden Fragen bei einer KI-Einführung sind selten technischer Natur: Wie verändert KI Rollen, Zusammenarbeit und Führung? Wie entsteht Akzeptanz, ohne Skepsis zu übergehen? Wie bleibt die Organisation handlungsfähig, wenn Routinen sich verändern und Haltungen aufeinanderprallen? Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass genau hier im Aushalten von Ambivalenz, im gemeinsamen Aushandeln von Orientierung die eigentliche Arbeit liegt. Dafür schaffen wir Reflexionsräume, begleiten Lernprozesse und helfen Organisationen, einen Umgang mit KI zu entwickeln, der zu ihrer Kultur und ihren Werten passt.

  • Was meint ihr mit 'bewusstem Umgang mit Verzerrungen' in KI-Systemen?

    KI-Modelle lernen aus Daten und reproduzieren damit die Muster, Vorurteile und Ungleichheiten, die in diesen Daten stecken. Das kann sich auf Geschlecht, Herkunft, soziale Muster oder kulturelle Normen auswirken, oft unsichtbar und unreflektiert. Wir prüfen KI-Ergebnisse deshalb kritisch, bevor sie in unsere Arbeit einfließen. Das ist kein theoretischer Vorbehalt, sondern gelebte Praxis – und für uns Ausdruck professioneller Verantwortung. Wer mit Menschen und Organisationen arbeitet, kann sich eine unreflektierte Übernahme algorithmischer Logiken nicht leisten.

  • Wie haltet ihr eure KI-Leitlinien aktuell?

    Unsere Leitlinien sind kein abgeschlossenes Regelwerk, sondern ein sozialer Prozess. Ihre Wirksamkeit hängt nicht davon ab, dass sie aufgeschrieben sind, sondern dass sie immer wieder im Alltag geprüft werden. In Teambesprechungen und Projekt-Reviews fragen wir konkret: Wie wurde KI eingesetzt? Welche Spannungen traten auf? Welche Haltung war spürbar? So bleibt Ethik handlungsrelevant, nicht als abstrakter Diskurs, sondern als Teil unserer Lernschleifen. Das Thema entwickelt sich schnell, und wir entwickeln uns mit. Unsere Grundhaltung bleibt dabei konstant: Verantwortung entsteht nicht durch Regeln, sondern durch Beziehung.

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